EMP-Frauen

Das ergänzende Methadonprogramm EMP-Frauen ist ein Angebot für Drogen gebrauchende Frauen, die substituiert und psychosozial betreut werden möchten und ihren Wohnsitz in Bremen haben.

Das EMP-Frauen ist ein Angebot, in dem die Klientinnen ausschließlich von weiblichen Mitarbeiterinnen behandelt und betreut werden. Hier besteht die Möglichkeit, sich unabhängig von geschlechtsbezogener Gewalt und Beziehungsabhängigkeit zu bewegen und körperliche und psychische Folgen aufgrund von Gewalt- und traumatischen Erfahrungen zu verfolgen.

Das Angebot beinhaltet die Vergabe des Ersatzstoffes, medizinische Beratung und Grundversorgung sowie psychosoziale Begleitung. Das Team besteht aus vier Mitarbeiterinnen, einer Ärztin und Arzthelferin (med. Bereich) und zwei sozialpädagogisch tätigen Mitarbeiterinnen für die Psychosoziale Begleitung.

Die Mitarbeiterinnen verstehen ihre Arbeit als niedrigschwellig und akzeptierend. Im Interesse der substituierten Frauen sollen persönlich zu erarbeitende Ziele umsetzbar werden. Die Arbeitsschwerpunkte liegen zunächst in der Sicherung des Überlebens und der med. Grundversorgung. In einem weiteren Schritt geht es um die psychische und physische Stabilisierung mit dem langfristigen Ziel der Übernahme von Selbstverantwortung und Handlungsmöglichkeiten.

Medizinischer Bereich

  • Substitutionsbehandlung
  • Medizinische Grundversorgung
  • Gesundheitsberatung
  • Beigebrauchskontrolle
  • Beratung zu Safer Use und Safer Sex
  • Vermittlung ins reguläre Gesundheitssystem

Psychosozialer Bereich

  • Offene Sprechstunden
  • Einzelgespräche
    • Sozialarbeiterische Interventionen und Unterstützung bei Problemen mit Behörden, Wohnung
    • Beantragung von Kostenübernahme für eine Entwöhnungstherapie und für ambulant betreutes Wohnen.
    • Vermittlung zur Schuldenberatung und Haftvermeidung
    • Administrative Erledigung (Hilfe beim Formulieren von Briefen, Klärung der zuständigen Stelle etc.)
  • Psychoedukative Interventionen
  • Suchtgedächtnis und Hirnphysiologie
  • Rückfallbearbeitung
  • Rückfallprophylaxe
  • Konsumkontrolle und –reduktion
  • Konflikttraining
  • Stressregulation
  • Förderung der Selbstregulation und Übernahme von Verantwortung für sich selbst
  • Umgang mit PTBS-Symptomatik
  • Krisenintervention
  • Suizidalität
  • Alltagshilfen
  • Wäsche waschen
  • Duschen
  • Kooperation und Vernetzung