Medizinische Ambulanz

Die Räume der Ambulanz befinden sich inmitten des Kontakt- und Beratungszentrums. Außer Dienstags wird hier täglich eine allgemeinmedizinische, offene Sprechstunde angeboten.

Wir behandeln Menschen, die aufgrund ihrer Gesamtproblematik nicht in der Lage sind, die ärztliche Regelversorgung in Anspruch zu nehmen. Ziel ist es, möglichst viele der drogenabhängigen Menschen zu erreichen und ihnen eine medizinische Betreuung zu ermöglichen.

Durch Nutzung des Cafés als Wartebereich ist auch den Menschen ein Zugang ermöglicht, die sonst nicht „wartezimmerfähig“ wären. Aber auch diejenigen sind angesprochen, die sich nur spontan entschließen können, die eigenen oft erheblichen Schamgefühle zu überwinden und ein gesundheitliches Problem (endlich!) anzusprechen.

Zum Schutz der Patient:innen, – aber auch zum Selbstschutz, – bemühen wir uns immer zu Zweit zu arbeiten. Dabei sind wir darauf eingestellt, dass in aller Regel mehr Zeit pro Behandlung benötigt wird. Unabhängig vom Allgemeinzustand, Grad der Verlangsamung, der Verelendung oder der psychisch/ psychiatrischen Auffälligkeiten, aber auch unabhängig von einem bestehenden Krankenversicherungsschutz bemühen wir uns um eine bestmögliche Versorgung.

Ein Teil unserer Leistungen kann regulär über eine Teil- Ermächtigung mit den Krankenkassen abgerechnet werden – ein anderer finanziert sich über Zuwendungen der Stadt Bremen. So können einerseits Verordnungen, Rezepte, Ein- und Überweisungen erfolgen – andererseits aber auch besonders wichtige Medikamente (wie beispielsweise Antibiotika) bevorratet und bei Bedarf ausgehändigt werden.

So können viele Erkrankungen vor Ort behandelt werden und oft teure Krankenhausaufenthalte vermieden werden.

Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt einerseits bei konsumtypischen Erkrankungen wie Entzündungen von Haut und Unterhaut, Thrombosen und Wunden. Abszedierungen und – bei der Vielzahl der Obdachlosen – auch bei witterungsbedingten Erkrankungen. Andererseits leidet eine Vielzahl unserer Patient:innen unter teils sehr schweren psychiatrischen Störungen.

Außerhalb der Sprechstunde werden auch ärztliche Gutachten erstellt Einzelgespräche geführt, Konsiliartätigkeit für andere Träger geleistet oder telefonisch zu einer Vielzahl von Fragen zum Thema „illegale Drogen“ beraten.

Zudem findet eine enge Kooperation mit dem pädagogischen Team der Einrichtung statt.